sie sind hier: DAS SOLLTEN SIE WISSEN

. . .  wenn Sie die Zentrale Leitstelle anrufen:

 

Der Landesrettungsdienstplan (LRDP) für den Freistaat Thüringen in der Fassung vom 29.04.2009, veröffentlicht im Thüringer Staatsanzeiger Nr. 20/2009, legt unter Ziffer 9 die Art und Weise sowie den Umfang der durch die Zentrale Leitstelle vorzunehmende Einsatzdokumentation fest.

 

Zur Erfüllung der bestehenden Nachweispflicht sowie zur Bereitstellung aussagefähiger Betriebsdaten führt die Zentrale Leitstelle eine Ton- und eine Schriftdokumentation. Notrufabfrage und Einsatzablauf müssen nach inhaltlichen, zeitlichen und räumlichen Kriterien vollständig erfasst sein.

 

Die Zentrale Leitstelle muss über eine Langzeitdokumentationsanlage verfügen, die alle über Funk oder Telefon ankommenden und abgehenden Gespräche auf Tonträger mit Uhrzeit aufzeichnet. Belange des Datenschutzes sind dabei zu gewährleisten. Jeder zentrale Leitstellenplatz muss darüber hinaus über eine Kurzzeitdokumentationsanlage verfügen.

 

In § 31 Abs. 3 ThürRettG heißt es dazu:

    “Die Aufgabenträger des bodengebundenen Rettungsdienstes haben die durch die Zentralen Leitstellen vermittelten Einsätze nach einheitlichen Grundsätzen aufzuzeichnen und regelmäßig auszuwerten. Gesprächsaufzeichnungen sind auch ohne ausdrückliche Einwilligung des Anrufers zulässig; sie sind nach sechs Monaten zu löschen, soweit nicht tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass sie noch als Beweismittel benötigt werden”

Zur schriftlichen Dokumentation ist ein Einsatztagebuch (Nachweisbuch) zu führen, in dem alle Meldungen und Hilfeersuchen sowie die die Einsatzentscheidung tragenden Maßnahmen und Daten dokumentiert werden. Die Aufbewahrungsfrist für die Nachweisbücher beträgt 10 Jahre. Bei rechnergestützter Einsatzsteuerung (Leitstellenrechner) gelten die Grundsätze der schriftlichen Dokumentation entsprechend.

 

Für jeden Einsatz (Rettungsdienst, Brandschutz, Allgemeine Hilfe usw.) müssen mindestens folgende Daten erfasst werden:

 

- Auftragsnummer der zuständigen Zentralen Leitstelle,

- ausführende Rettungswache, Feuerwehr, Einheit,

- ausführendes Fahrzeug (Rufname oder Fahrzeug-Kennung),

- Fahrzeugart (z.B. NEF, RTW, KTW, TLF),

- Art des Einsatzes (Notfallrettung, Krankentransport, Brandeinsatz, Hilfeleistung, Katastrophenschutzeinsatz etc.),

- Anzahl der beförderten bzw. zu versorgenden Patienten, betroffenen Personen

- Datum des Einsatzes,

- Einsatzort,

- Uhrzeit Einsatzbeginn,

- an Einsatzort,

- ab Einsatzort,

- Uhrzeit Einsatzende,

- Datum des Einsatzendes (bei mehrtägigen Fernfahrten),

- Zielort,

- Fahrzeit.

 

Eine Aufzeichnung und Aufbewahrung medizinischer Daten (Patientendaten) aus der Notfallrettung und dem Krankentransport erfolgt nicht.

 

Form und Inhalt der Einsatzdokumentation dienen ausschließlich als statistische Grundlage der Bedarfsplanung und der kontinuierlichen Effizienz- und Qualitätskontrolle des Einsatzgeschehens durch den Aufgabenträger (Landkreis) und dem Durchführenden. Die Einsatzdokumentationen sind gegen unbefugte Einsichtnahmen geschützt aufzubewahren.

 

Für die Einsatzdokumentation und -nachweisungen gilt § 30 - Datenschutz - des Thüringer Rettungsdienstgesetzes vom 16. Juli 2008 in der z.Z. gültigen Fassung.